Die Zahl der öffentlichen Apotheken in Baden-Württemberg sinkt seit 10 Jahren kontinuierlich. Zum 31.12.2016 gab es in Baden-Württemberg noch 2547 Apotheken (gesamt, inklusive Filialen). Damit ist die Apothekenzahl auf das Niveau von 1985 gesunken. Parallel dazu steigt die Zahl der Apotheken, die als Filialen betrieben werden. Diese ist im Jahr 2016 auf über 600 gestiegen. Der Grund für die sinkende Apothekenzahl ist in erster Linie in der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage der Apotheken zu sehen. Es kommt immer häufiger vor, dass Apothekerinnen und Apotheker, die altersbedingt den Apothekenbetrieb aufgeben, keinen Nachfolger finden. Trotz der sinkenden Apothekenzahl ist die flächendeckende Arzneimittelversorgung in Baden- Württemberg sichergestellt. Dies wird in Regionen, in denen die Wege zu Apotheken etwas weiter sind, durch die Apotheken vor Ort mittels Botendienst oder Rezeptsammelstelle gewährleistet. In Baden-Württemberg sind derzeit über hundert Rezeptsammelstelle von der LAK genehmigt. Eine Übersicht der genehmigten Rezeptsammelstellen finden LAK-Mitglieder im mitgliedergeschützten Bereich auf unserer Homepage in der Rubrik „Recht/ Rezeptsammelstellen“.

Der Apothekerberuf ist sehr vielfältig. Das spiegelt sich auch den Berufsfeldern wider. Uangefochtener Spitzenreiter bleibt hier selbstverständlich die öffentliche Apotheke, wenngleich hier die Zahl der Inhaber kontinuierlich sinkt. Den etwas unter 2.000  Inhabern stehen etwas über 5.000 angestellte Apothekerinnen und Apotheker in den öffentlichen Apotheken gegenüber. Etwa 1.100 LAK-Mitglieder sind in der Pharmazeutischen Industrie tätig. In den baden-württembergischen Krankenhäusern arbeiten 52 Apothekerinnen und Apotheker als Leiter und weitere 287 als Angestellte.

Erstmals seit vielen Jahren ist die Zahl der LAK-Mitglieder 2016 gesunken. Dies hat jedoch in erster Linie statistische Gründe. So wurde im Rahmen der Wahlen zur Vertreterversammlung im Jahr 2016 festgestellt, dass einige LAK-Mitglieder verstorben waren, ohne dass wir davon Kenntnis erlangt hatten. Auch von Umzügen in ein anderes Kammergebiet haben wir in diesem Zuge erfahren. Hinzu kommt, dass die Option des Wahlverzichts abgeschafft wurde. Auch dies hat zur Bereinigung unserer Mitgliederstatistik beigetragen.