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Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung

10.10.2019

Am 31. Oktober 2019 ist die Achtzehnte Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) im Bundesgesetzblatt (BGBl. I, S. 1490) verkündet worden. Für die Apothekenpraxis sind die Änderungen in § 2 AMVV, in denen die erforderlichen Angaben auf dem Rezept über verschreibungspflichtige Arzneimittel festgelegt sind, relevant. Neu ist die Notwendigkeit, dass eine Dosierung oder ein Hinweis darauf auf dem Rezept angegeben werden muss. Gleichzeitig wurden Möglichkeiten geschaffen, dass der Apotheker diese Angaben unter bestimmten Umständen ergänzen kann, sollten diese fehlen. Diese Änderungen zu den Angaben auf der Verschreibung treten aber erst in einem Jahr in Kraft, damit die Heilberufe Zeit haben, die neuen Regelungen umzusetzen.

Durch die Änderung der AMVV wird die Angabe der Dosierung auf der Verschreibung ab 1. November 2020 verpflichtend. Ausnahmen bestehen nur dann, wenn der Patient einen Medikationsplan oder eine schriftliche Dosierungsanweisung vom Arzt für die Einnahme des verschriebenen Arzneimittels erhalten hat und dies auf der Verschreibung vermerkt ist. Die Dosierungsangabe ist nicht erforderlich, wenn das Arzneimittel direkt an den Arzt abgegeben wird. Die Regelung gilt auch für tierärztliche oder zahnärztliche Rezepte.

Dadurch soll sichergestellt werden, dass der Patient die vom Arzt festgelegte Dosierung für das verschriebene Arzneimittel kennt.

Fehlende Angabe der Dosierung auf dem Rezept

Fehlt die Angabe der Dosierung auf dem Rezept und der Arzt ist nicht erreichbar, kann der Apotheker die Verschreibung in einem dringenden Fall insoweit ergänzen. Wurde dem Patienten ein Medikationsplan oder eine schriftliche Dosierungsanweisung für das verschriebene Arzneimittel vom Arzt mitgegeben, fehlt aber der Hinweis darauf, kann der Apotheker dies auch ohne Rücksprache mit dem Arzt auf dem Rezept ergänzen. Eine Ergänzung ist natürlich nur dann möglich, wenn der Patient die Dosierungsanweisung auch tatsächlich erhalten hat.

Damit genügend Zeit bleibt, diese neuen Vorgaben für die Verschreibung von rezeptpflichtigen Arzneimitteln umzusetzen, treten sie erst am 1. November 2020 in Kraft.

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