ATHINA - Apotheken überprüfen Arzneimittelmix

Arzneimittel werden oft von verschiedenen Ärzten verordnet. Meist kommen weitere, vom Patienten selbst erworbene Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel hinzu. Eine gute Anlaufstelle, die den Überblick über die gesamte Medikation behält, ist die Apotheke. Die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg bildet sogenannte ATHINA-Apotheker aus. ATHINA steht für „Arzneimitteltherapiesicherheit in Apotheken“. Dabei handelt es sich um eine spezielle Fortbildung, bei der Kenntnisse vermittelt werden, um eine Medikationsanalyse durchführen zu können.

Bei einer Medikationsanalyse werden mit dem Patienten zwei Termine vereinbart. Zunächst bringt der Patient alle seine Arzneimittel in die Apotheke. Die Präparate werden durch den Apotheker erfasst und die Medikation strukturiert analysiert.

Beim zweiten Termin erhält der Patient einen übersichtlichen Medikationsplan und Informationen zu seinen Arzneimitteln. Der Apotheker prüft auch, ob die Präparate zu einander passen. Häufig kommt es beispielsweise vor, dass Patienten fast identische Arzneimittel gleichzeitig einnehmen. Der Apotheker macht Vorschläge, wie sich die Wirkung der Arzneimittel optimieren lässt, wie sich Nebenwirkungen vermeiden lassen und sogar, welche Arzneimittel nach Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden könnten.

Patienten profitieren von der Medikationsanalyse durch ein größeres Wohlbefinden und ein besseres Verständnis für ihre Medikation. Eine Medikationsanalyse bedeutet für die Apotheke großen Aufwand. Für die Durchführung einer Medikationsanalyse nach ATHINA hält die Landesapothekerkammer einen Betrag von ca. 69 Euro für angemessen. Derzeit bezahlen die Krankenkassen noch nicht für diese wichtige, pharmazeutische Dienstleistung.

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