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Die Initiative Ausbildungsbotschafter

19.03.2018

Um junge Menschen bei ihrer Berufssuche zu unterstützen und ihnen ein genaueres Bild von verschiedenen Ausbildungsberufen zu vermitteln, wurde im Jahr 2011 die Initiative Ausbil-dungsbotschafter ins Leben gerufen. Ausbildungsbotschafter sind junge Auszubildende, die an Schulen gehen und dort im Unterricht oder bei Berufsinfotagen ihren Beruf vorstellen. Als Gleichaltrige, die den ersten Schritt in den Beruf bereits erfolgreich gemeistert haben, erzählen sie von ihrer eigenen Berufswahl und stellen dar, wie sie sich als Auszubildende schrittweise für ihren gewählten Beruf qualifizieren.
Sowohl pharmazeutisch-technische Assistenten als auch pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte sind in der Initiative momentan stark unterrepräsentiert. Nur wenige Apotheken nutzen die Möglichkeit, über die Entsendung von Ausbildungsbotschaftern Werbung für die pharmazeutischen  Berufe zu machen. Dabei sind Auszubildende, die in einem Schuleinsatz von ihrer Zufriedenheit mit ihrem Beruf und ihrer Ausbildungsstelle berichten, automatisch immer auch Botschafter ihres Arbeitgebers oder der Ausbildungsinstitution. Ziel der Initiative ist es, alle anerkannten Ausbildungsberufe gleichermaßen zu vertreten. Hierfür ist sie auf die Unterstützung durch die Arbeitgeber und die Berufs- und Fachschulen der Auszubildenden angewiesen.
Für die Arbeitgeber ist die Teilnahme an der Initiative und die Entsendung ihrer Auszubilden-den kostenlos. Lediglich eine Freistellung von der beruflichen Tätigkeit für die Dauer des Einsatzes ist erforderlich, da die Einsätze zumeist tagsüber stattfinden und somit als reguläre Arbeitszeit gelten. Je nachdem, wie aktiv sich ein Arbeitgeber und ein Auszubildender in die Initiative einbringen, ist dies an 1-2 Vor- oder Nachmittagen pro Ausbildungsjahr der Fall. Be-triebliche Belange werden dabei natürlich berücksichtigt und haben stets Vorrang.
Gesteuert werden die Einsätze von insgesamt 25 regional zuständigen Projektkoordinatoren, die bei landesweit bei Kammern und Bildungsträgern angestellt sind. Bei diesen Koordinatoren fragen die Schulen an, wenn sie ihm Rahmen ihrer Maßnahmen zur Berufsorientierung Aus-bildungsbotschafter einsetzen möchten. Die Koordinatoren bündeln diese Anfragen und leiten sie in regelmäßigen Abständen an die Ausbilder der derzeit aktiven Ausbildungsbotschafter weiter. Aus allen positiven Rückmeldungen wird dann eine Auswahl über die eingesetzten Auszubildenden getroffen. Dabei legen die Koordinatoren Wert darauf, alle Berufe gleichermaßen vorzustellen und allen Ausbildungsbotschaftern ähnliche viele Einsätze zuzuweisen.
Die Vermittlung von Ausbildungsbotschaftern aus dem eigenen Haus ist ein Schritt, um frühzeitig auf potentielle Auszubildende zuzugehen und diese als zukünftige Mitarbeitende und als Fachkräfte von morgen zu gewinnen. In vielen Schulen ist der Einsatz von Ausbildungsbot-schaftern ein fester Bestandteil der Berufsorientierung. In über 10.000 Schuleinsätzen erreichte die Initiative bislang 270.000 Schülerinnen und Schüler. Die Auszubildenden, die sich an der Initiative beteiligen, bekommen vor ihrem ersten Einsatz eine Schulung, in der ihnen grundlegende Präsentationskenntnisse vermittelt werden. Durch die Vorträge vor Schülern gewinnen sie Selbstvertrauen und Sicherheit, was wiederum ihre beruflichen Kompetenzen stärkt. Für ihr Engagement erhalten sie ein Zertifikat
Die Teilnahme an der Initiative steht jedem Betrieb und jedem Auszubildenden offen, sie ist bis zu einem Jahr nach dem Absolvieren der Abschlussprüfung möglich. Interessierte Arbeit-geber, die ihre Auszubildenden als Ausbildungsbotschafter entsenden möchten, können sich an die für ihre Region zuständigen Koordinator wenden. Deren Kontaktdaten sind unter www.gut-ausgebildet.de abrufbar. Die Initiative wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg gefördert, die Leitstelle zur landesweiten Steuerung der Aktivitäten ist beim Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag angesiedelt.

Eine entsprechende Liste mit den Kontaktdaten der Koordinatoren sowie weitere Informationen zu dieser Initiative finden Sie hier als Merkblatt zum Download

Stand: 14.12.2017
Kontakt:
Bernhard Hametner
Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag
Jägerstraße 30, 70174 Stuttgart
Tel. 0711 / 2005-1379
bernhard.hametner(at)bw.ihk.de

 

 

 

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