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GERDA: Projekt zum elektronischen Rezept in Baden- Württemberg

24.10.2018

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet weiter voran. Damit Patienten im vollen Umfang von innovativen Angeboten wie der Telemedizin profitieren können, hat die baden-württembergische Apothekerschaft jetzt die Einführung des elektronischen Rezepts auf den Weg gebracht.

Unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg haben Landesapothekerkammer und Landesapothekerverband Baden-Württemberg GERDA konzipiert, den „Geschützten ERezept Dienst der Apotheken“. Das Projekt GERDA setzt auf bestehende Strukturen im Ärzte- und Apothekenbereich auf. Nach derzeitigem Stand werden noch in der ersten Jahreshälfte 2019 in zwei Pilotregionen die ersten elektronischen Rezepte ausgestellt werden können.

Durch definierte Schnittstellen sollen Ärztinnen und Ärzte ein verschlüsseltes Rezept in diesem Speicher ablegen können. Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg: „Der Patient behält die Hoheit über dieses Rezept und kann frei entscheiden, in welcher Apotheke er das Rezept einlösen will.“ Der Patient kann entweder eine Apotheke seiner Wahl aufsuchen und diese beauftragen, das Rezept vom Rezeptspeicher zu beziehen. Oder er verwendet einen Dienst der Leistungserbringer
oder eines Drittanbieters, beispielsweise in Form einer App oder einer Desktopanwendung, um das Rezept weiterzuleiten.

Zugeschnitten wird GERDA im ersten Schritt auf das telemedizinische Modellprojekt „docdirekt“ der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, in dem auch ein erster Testlauf erfolgen soll. Hanke: „Wir sind von der Ärzteschaft schon frühzeitig in deren
telemedizinischen Projekte eingebunden worden. Dabei wurde schnell klar, dass das elektronische Rezept eine Schlüsseltechnologie für das Funktionieren von Telemedizin darstellt.“

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