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Örtliche Apotheken sind auch in der Coronavirus-Krise für Sie da

19.03.2020

Die örtlichen Apotheken haben auch in der Coronavirus-Krise für Sie geöffnet und sichern somit die Arzneimittelversorgung. Um sich selbst und das pharmazeutische Personal der Apotheke zu schützen, sollten bei einem Besuch in der Apotheke folgende Tipps beachtet werden.

Trotz allen Einschränkungen während der Coronavirus-Krise sind die örtlichen Apotheken weiterhin für Sie da. Damit die Ansteckungsgefahr für Sie und die Apotheke so gering wie möglich bleibt, ist es wichtig, dass man bestimmte Verhaltensregeln beachtet.

 

Telefonische Vorbestellungen sind sinnvoll

Um unnötige Wartezeiten in der Apotheke zu vermeiden, können Sie auch das Medikament in der Apotheke telefonisch vorbestellen. Die Apotheke kann dadurch alles für die Abholung des Medikamentes vorbereiten. Allerdings sind einige Apotheken mit allgemeinen Fragen telefonisch überlastet.

Der Apotheken-Botendienst bringt Ihnen die Arzneimittel nach Hause

Besonders für Risikopatienten, Verdachtsfälle und Menschen in häuslicher Isolation ist der Botendienst der Apotheke wichtig. Der Bote bringt auf telefonische Anfrage Ihre Arzneimittel nach Hause. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Apotheken die Beratungen telefonisch durchführen und die Übergabe der Arzneimittel ohne Kontakt stattfindet. Daher ist eine genaue Absprache mit Ihnen notwendig.

Verdacht auf Coronavirus?

Bitte bleiben Sie bei Verdacht auf das neuartige Coronavirus unbedingt zu Hause und nutzen den Botendienst der Apotheke oder schicken einen Angehörigen, um die Arzneimittel in der Apotheke zu holen. Wenn Sie ärztliche Hilfe benötigen, können Sie sich telefonisch unter der bundesweiten Rufnummer 116 117 oder in Ihrer Hausarztpraxis melden.

Abstand halten und Etikette beachten

Sollten Sie in die Apotheke gehen, sollte darauf geachtet werden, dass genügend Abstand, ungefähr ein bis zwei Meter, zum pharmazeutischen Personal und anderen Patientinnen und Patienten  eingehalten wird. Nutzen Sie auch die Möglichkeit, so lange vor der Apothekentüre zu warten, bis ein Bedienplatz frei ist. So wird gewährleistet, dass nur eine geringe Menge an Patientinnen und Patienten in der Apotheke sind.

Achten Sie darauf, dass Sie sich von Menschen wegdrehen und ein Einwegtaschentuch benutzen, wenn Sie niesen oder husten müssen. Ist kein Taschentuch greifbar, kann man Nase und Mund zur Not mit der Armbeuge abdecken. Nach dem Husten, Niesen und Naseputzen sollte man sich umgehend die Hände waschen.

Keine Arzneimittel hamstern

Die Nachfrage nach Arzneimitteln ist derzeit hoch. Gekauft werden vor allem Erkältungsmedikamente wie Fieber-, Schmerz- und Schnupfenmittel. Bei solchen rezeptfreien Arzneien gibt es viele Präparate verschiedener Hersteller und daher keinen Mangel.

Alle Apotheken bemühen sich täglich, die Patienten mit hohem Aufwand bestmöglich mit den optimalen Medikamenten zu versorgen. Obwohl China ein global wichtiger Wirkstoffproduzent und damit auch Zulieferer für Europa ist, liegen derzeit aber keine konkreten Hinweise vor, dass durch die Coronavirus-Krise in China bis heute zusätzliche Lieferengpässe hinzugekommen sind. Die Apotheken haben sich vorbereitet und die Lagerbestände erhöht. Es gibt keinen Grund, Arzneimittel zu hamstern.

Es kann natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass Auswirkungen der Krise im Laufe des Jahres auch in der Arzneimittelversorgung in Deutschland spürbar werden. Aber derzeit werden die Patienten ordentlich versorgt.

Kein Desinfektionsmittel? Hände waschen ist ausreichend!

Desinfektionsmittel werden derzeit stark in der Apotheke nachgefragt und sind vielerorts ausverkauft. Der pharmazeutische Großhandel bemüht sich, die Rohstoffe für die Anfertigung dieser Desinfektionsmittel in ausreichender Menge in die Apotheken zu bringen.

Man sollte aber nicht vergessen: Gesunde brauchen keine Desinfektionsmittel, um sich vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Regelmäßiges Händewaschen ist nach wie vor das Mittel der Wahl.

Hände sollten nicht nur gewaschen werden, wenn sie schmutzig sind, sondern immer beim Nachhausekommen oder nach dem Besuch der Toilette, beispielsweise aber auch nach dem Kontakt zu Kranken. Wichtig ist, sich die Hände mit Wasser und Seife zu waschen. Antimikrobielle Zusätze (Desinfektionsmittel) sind in aller Regel nicht notwendig. Das Händewaschen sollte mindestens 20 Sekunden dauern, die Temperatur des Wassers spielt keine Rolle. Nach dem Waschen sollten die Hände gründlich abgetrocknet werden.


Pressemitteilung zum Download: (PDF)

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