Ausgabe von Heilberufsausweisen (HBA) und Institutionskarten (SMC-B)

Ab sofort können alle Apotheker: innen Ihren Heilberufsausweis hier über unser Antragsportal beantragen. Apothekeninhaber:innen beantragen Ihre SMC-Bs ebenfalls hier.

Wie die Beantragung eines Heilberufsausweises und einer SMC-B im Detail erfolgt, können Sie dem jeweiligen Dokument „Ablaufplan Beantragung und Bestellung eines Heilberufsausweises“ und „Ablaufplan Beantragung und Bestellung einer SMC-B“ im Downloadbereich in der rechten Spalte entnehmen.

Folgende Vertragspartner können derzeit Karten erstellen:

Vertragspartner

Heilberufsausweis (HBA)

Institutionskarte (SMC-B)

Bundesdruckerei GmbH /
D-Trust

Ja

Ja

DGN Deutsches Gesundheitsnetz GmbH / medisign GmbH

Ja

Ja

SHC Stolle & Heinz Consultants GmbH & Co. KG

in Anbindung

in Anbindung

Es fallen monatliche Entgelte für die Karten an, die die Leistungen des Kartenherstellers vergüten. Die Höhe der Vergütung ist Bestandteil der mit allen Anbietern abgeschlossenen Rahmenverträge und deshalb einheitlich.

Folgende Entgelte fallen an:

Heilberufsausweis (HBA):          7,48 € netto/Monat        8,90 € brutto/Monat

Institutionskarte (SMC-B):         6,30 € netto/Monat        7,50 € brutto/Monat

 

Für die Leistungen der Kammer werden keine Gebühren erhoben.

Die Refinanzierungsvereinbarung für die Kosten der Telematik-Infrastruktur zwischen Deutschem Apothekerverband und dem GKV-Spitzenverband ist nunmehr auch für die Refinanzierung der Heilberufsausweise für in der öffentlichen Apotheke angestellte Apotheker:innen abgeschlossen. Erstattet wird der Nettobetrag der Kosten des HBA für 5 Jahre in Höhe von 449 €.

Ab 1. Juli 2021 können über das NNF-Portal Anträge für HBA für angestellte Apotheker:innen gestellt werden.

Anspruch auf die Pauschale hat allein der Arbeitgeber; der:die angestellte Apotheker:in kann selbst keinen Erstattungsantrag beim NNF einreichen. Zu beachten ist die Stichtagsregelung zum 01.07.2021: Eine Pauschale wird nur für diejenigen Apotheker:innen gezahlt, die am 01.07.2021 beim Antragsteller angestellt sind. Änderungen, die im Apothekenpersonal nach dem 01.07.2021 eintreten, sind grundsätzlich mit Ausnahme von approbierten Berufsanfängern nicht förderfähig.

Näheres zur Beantragung und Auszahlung gibt der dafür zuständige Nacht- und Notdienstfonds auf seiner Webseite (https://www.dav-notdienstfonds.de/ti-themen/uebersicht/) bekannt.

Da es weder eine gesetzliche Regelung zur Kostenübernahme durch den Arbeitgeber noch eine gesetzliche Verpflichtung den Heilberufsausweis auf eigene Kosten anzuschaffen, gibt, empfehlen wir, dass sich Apothekleninhaber:innen und angestellte Apotheker:innen über eine Kostenübernahme verständigen. Einen pragmatischen Ansatz bieten hierzu evtl. die Portale der Kartenhersteller. Dort kann auch eine vom Antragssteller abweichende Rechnungsanschrift (inkl. Firmenangabe) angegeben werden.

 

Besonderheiten bei der Ausgabe von SMC-B

Seit Inkrafttreten des Patientendaten-Schutz-Gesetzes am 20.10.2020 muss die Kammer bei Beantragung einer SMC-B-Karte nicht nur prüfen, ob für die Apotheke eine gültige Betriebserlaubnis vorliegt, sondern auch, ob der:die Inhaber:in bereits im Besitz eines gültigen HBAs ist.

Dies führt dazu, dass -auch wenn beide Karten weiterhin parallel bei der Kammer beantragt werden können- wir eine Freigabe zur Produktion der SMC-B erst erteilen können, wenn wir vom Hersteller des HBAs die Mitteilung erhalten haben, dass der HBA ausgeliefert und das Zertifikat freigeschalten wurde. Dies führt zu einem unvermeidlichen zeitlichen Versatz, wenn beide Karten parallel beantragt werden. Bei der Beantragung des Heilberufeausweises sollte deshalb umso mehr darauf geachtet werden, das Post-Identverfahren so schnell wie möglich durchzuführen und alle notwendigen Verträge auszudrucken, zu unterschreiben und an den ausgewählten Kartenhersteller mit zu übersenden, damit sich die HBA-Ausgabe nicht unnötig verzögert.

Apothekenleiter, die bislang noch keine Karten beantragt haben, sowie zukünftige Apothekenleiter sollten dies bei ihrer zeitlichen Planung mit berücksichtigen.