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Presseinformation zum Tag der Apotheke: Örtliche Apotheken leisten einen wichtigen Beitrag in der Coronakrise: 2.438 Apotheken in Baden-Württemberg sind weiterhin für die Bevölkerung da!

05.06.2020

Aktuell sind 2.390 öffentliche Apotheken und 48 Krankenhausapotheken für die baden-württembergische Bevölkerung da. Besonders der einfache und schnelle Zugang zu fachkundigen und verlässlichen Informationen ist für die Bevölkerung derzeit wichtig. In dieser Zeit übernehmen die Apotheken zusätzliche Aufgaben, um die Versorgung und den Schutz der Bevölkerung aufrecht zu erhalten und leisten somit einen wichtigen Beitrag.

 

Stuttgart, 5. Juni 2020 – Mit Beginn der Coronakrise wurde das Leben der Bevölkerung auf den Kopf gestellt: Abstand halten, Masken tragen und möglichst zuhause bleiben. Auch das komplette Gesundheitswesen musste umdenken, darunter die Apotheken. Nicht nur Schutzmaßnahmen mussten innerhalb kürzester Zeit umgesetzt werden sondern auch zusätzliche Dienstleistungen, wie die Erweiterung des Botendienstes oder die Herstellung von dringend benötigtem Desinfektionsmittel, wurden von den Apotheken übernommen.

Apotheken spielen in der Coronakrise eine wichtige Rolle

Gerade jetzt nutzen die Kunden den einfachen und schnellen Zugang, um fachkundige und verlässliche Informationen zur aktuellen Lage zu erhalten. Apothekerin und Vizepräsidentin der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg Silke Laubscher berichtet über den Apothekenalltag: „Wir beraten nicht nur zu Arzneimitteln oder gesundheitlichen Fragestellungen. Oftmals sind die Kunden verunsichert und möchten mit uns besprechen, wie sie sich oder ihre Angehörigen am besten vor einer Infektion schützen können. In der Apotheke gibt es meistens nur geringe Wartezeiten, man braucht keinen Termin und bekommt kostenlos eine fundierte Beratung. Das nutzen viele unserer Kunden. Besonders in Zeiten von Fake News ist ihnen der persönliche und vertrauensvolle Umgang sehr wichtig.“

Örtliche Apotheken stellen Desinfektionsmittel her

Aufgrund des deutschlandweiten Engpasses an Desinfektionsmittel wurde den Apotheken Anfang April die Herstellung von Desinfektionsmittel erlaubt. Die Apotheken in Deutschland haben innerhalb kurzer Zeit die Desinfektionsmittelherstellung übernommen, somit den Engpass geschlossen und zum Schutz der Bevölkerung beigetragen. Für Krankenhäuser, Pflegeheime und –dienste, Arztpraxen sowie Kindergärten ist Desinfektionsmittel besonders wichtig, weshalb die Apotheken diese auch beliefern. Einzelne Apotheken haben beispielsweise in einer Woche mehrere hunderte Liter Desinfektionsmittel hergestellt, die dringend gebraucht wurden.

Schutzmaßnahmen in den Apotheken vor Ort

Um die Kunden und das pharmazeutische Personal zu schützen, wurden in den Apotheken Plexiglasscheiben angebracht. Auf dem Boden wird oftmals mit Markierungen auf den Mindestabstand von 1,5 Metern hingewiesen und die Anzahl der Kunden, die sich gleichzeitig im Verkaufsraum aufhalten dürfen, wurde begrenzt. Zudem werden, je nach Schutzvorrichtungen, Masken getragen. Durch Aushänge an der Apotheke werden die Kunden über die Schutzmaßahmen in der Apotheke informiert.

Der Botendienst der Apotheken wird stark nachgefragt. Der Bote der Apotheke bringt die Arzneimittel meistens noch am selben Tag kontaktlos nach Hause. Die pharmazeutische Beratung findet am Telefon statt. Aufgrund der hohen Nachfrage haben viele örtliche Apotheken den Botendienst personell aufgestockt, um die Kunden weiterhin zu versorgen.

Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg, fasst zusammen: „In der aktuellen Situation zeigt sich einmal mehr, dass die örtlichen und Krankenhausapotheken wichtige Ansprechpartner für die Bevölkerung sind. Die Apotheken tragen aktuell nicht nur zur Arzneimittelversorgung der Bevölkerung bei, sondern entlasten Ärzte und Krankenhäuser und damit das Gesundheitssystem. Mit ihrer Beratungskompetenz sind Apotheken auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen für die Patienten/-innen da. Örtliche und Krankenhausapotheken sind unverzichtbar und müssen zum Wohle der Patienten/-innen unbedingt erhalten bleiben und gestärkt werden.“

 

Anmerkung an die Redaktionen: Gerne senden wir Ihnen bei Bedarf die aktuelle Anzahl an örtlichen Apotheken in Ihrem Landkreis zu. Senden Sie uns hierzu bitte eine E-Mail an info@lak-bw.de mit dem entsprechenden Landkreis.

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