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Zwei Millionen Rezepturen aus Apotheken in Baden-Württemberg

01.04.2010

Stuttgart, 1. April 2010 – Im Jahr 2009 stellten die 2.775 baden-württembergischen Apotheken rund zwei Millionen Rezepturen für Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen her. Dies wertete das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) im Auftrag der Bundesapothekerkammer (BAK) aus. Rezepturen für Privatversicherte und für die Selbstmedikation wurden nicht erfasst. „Die Apotheker arbeiten bei den Rezepturen Hand in Hand mit den Ärzten und ermöglichen so eine maßgeschneiderte Therapie. Die Zahl der Rezepturen – und damit der große personelle Einsatz der Apotheker – bleibt seit Jahren auf einem unverändert hohen Niveau“, so Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg. Um eine hohe Qualität der Rezepturen zu gewährleisten, haben die Apotheker Rezeptur-Leitlinien und Standardrezepturen erarbeitet. Zudem bietet die Landesapothekerkammer Ringversuche zu Rezepturen an.

Rezepturen sind Arzneimittel, die in der Apotheke individuell für einen Patienten angefertigt werden. Dadurch ist es möglich, Patienten mit notwendigen oder speziell dosierten Arzneimitteln zu versorgen, die nicht als industrielle Fertigarzneimittel verfügbar sind.

Individuell in der Apotheke angefertigte Rezepturen sind ein unverzichtbarer Bestand-teil der Arzneimitteltherapie. In Baden-Württemberg wurden im Jahr 2009 etwa 1,3 Millionen allgemeine Rezepturen wie Salben oder Kapseln hergestellt. Hinzu kommen 670.000 so genannter Spezialrezepturen, wie Zytostatika oder Ernährungslösungen, die unter hohem technischem und organisatorischem Aufwand von spezialisierten Apotheken hergestellt wurden. Knapp die Hälfte aller allgemeinen Rezepturen (45 Prozent) wurde von Hautärzten verordnet. Es folgten die Ärzte für Allgemeinmedizin, sie verordneten etwa 20 Prozent aller Rezepturen. Kinderärzte stehen mit 10 Prozent aller Rezeptur-Verordnungen auf Platz drei. Für Kinder sind Rezepturen besonders wichtig, da nicht von allen Wirkstoffen industrielle Arzneimittel in kindgerechten Dosierungen verfügbar sind. Etwa jedes dritte Kind wurde schon einmal mit einem maßgeschneiderten Arzneimittel versorgt.


Über die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg
Die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg ist die Berufsvertretung für mehr als 10.000 Apothekerinnen und Apotheker, die sowohl in öffentlichen Apotheken als auch in Krankenhäusern, in der Industrie, in der Verwaltung, in der Bundeswehr sowie in Forschung und Lehre tätig sind. Sie setzt sich dafür ein, dass der Apothekerberuf als freier Heilberuf erhalten bleibt und die Arzneimittelversorgung über die Apotheken weiter optimiert wird. Sie vertritt die Interessen ihrer Mitglieder durch Stellungnahmen zur Gesundheitsgesetzgebung oder Aufklärungskampagnen. Darüber hinaus bietet sie Dienstleistungen, wie Fort- und Weiterbildungen oder Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen an.


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Landesapothekerkammer Baden-Württemberg
Stefan Möbius
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Villastraße 1, 70190 Stuttgart
Telefon 0711 99347-50 Telefax 0711 99347-45
E-Mail stefan.moebius(at)lak-bw.de



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