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Jeder Vierte in Baden-Württemberg braucht fünf oder mehr verschiedene Medikamente

30.06.2010

Das wertete das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) im Auftrag der Bundesapothekerkammer (BAK) aus. Für 11 Prozent der Versicherten – und damit rund 940.000 Patienten – verordneten Ärzte sogar elf oder mehr verschiedene Wirkstoffe. Mit der Anzahl der gleichzeitig angewendeten Wirkstoffe steigt auch das Risiko für Wechselwirkungen. „Besonders wenn verschiedene Ärzte Medikamente verordnen, kann nur der Apotheker Wechselwirkungen erkennen und mögliche Probleme gemeinsam mit dem verordnenden Arzt lösen“, so Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg. Der Apotheker kann nur dann die relevanten Wechselwirkungen erkennen, wenn er einen Überblick über alle eingenommenen Medikamente hat – auch die der Selbstmedikation oder zusätzlich privat verordnete Medikamente. Hanke: „Mein Rat an Patienten: Berichten Sie Ihrem Apotheker von allen Präparaten, die Sie einnehmen. Nur wenn Patienten, Ärzte und Apotheker eng zusammenarbeiten, ist die Arzneimitteltherapie sicher.“

Das DAPI wertete Rezeptdaten für das Jahr 2009 aus für alle GKV-Versicherten. Bundesweit lösten mehr als 80 Prozent der Versicherten mindestens ein Rezept in einer Apotheke ein. In Baden-Württemberg brauchten 39 Prozent der Versicherten einen, 18 Prozent zwei rezeptpflichtige Wirkstoffe. Drei Wirkstoffe verordneten Ärzte für 11 Prozent, vier für 5 Prozent ihrer Patienten. Bei dieser Auswertung konnten Wirkstoffe aus der Selbstmedikation und von Privatrezepten nicht erfasst werden. Angaben zum Alter der Patienten sind nicht möglich.


Über die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg

Die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg (LAK) ist die Berufsvertretung für mehr als 10.000 Apothekerinnen und Apotheker, die sowohl in öffentlichen Apotheken als auch in Krankenhäusern, in der Industrie, in der Verwaltung, in der Bundeswehr sowie in Forschung und Lehre tätig sind. Sie setzt sich dafür ein, dass der Apothekerberuf als freier Heilberuf erhalten bleibt und die Arzneimittelversorgung über die Apotheken weiter optimiert wird. Sie vertritt die Interessen ihrer Mitglieder durch Stellungnahmen zur Gesundheitsgesetzgebung oder Aufklärungskampagnen. Darüber hinaus nimmt die LAK Aufgaben wahr wie Fort- und Weiterbildungen oder Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen.


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