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Apotheken sorgen auch 2011 für Milliardeneinsparungen bei Krankenkassen

01.02.2011

Apotheken tragen erheblich zu Einsparungen im Arzneimittelbereich bei. 2010 führten die Apotheken rund 1,0 Mrd. Euro an Zwangsabschlägen an die GKV ab; 2011 dürften es sogar 1,2 Mrd. Euro sein. Denn seit dem 1. Januar müssen alle Apotheken einen erhöhten Zwangsrabatt zugunsten der GKV leisten. Hinzu kommt noch die Umsetzung der Rabattverträge durch die Apotheken, wodurch die Krankenkassen nach Schät-zungen eine weitere Milliarde in 2010 einsparten.

Obwohl die Apotheken den Gesetzlichen Krankenkassen zu Einsparungen in Milliardenhöhe verhelfen, wurde zuletzt aufgrund des Drucks der Krankenkassen bei den Apotheken gespart. Ein erhöhter Zwangsabschlag an die GKV und schlechtere Einkaufsbedingungen beim Pharmazeutischen Großhandel verschlechtern die finanzielle Lage vieler Apotheken. Hinzu kommen völlig patientenfeindliche Regelungen zum Austausch von Arzneimitteln und zu Packungsgrößen. Apotheken bekommen den Frust der Patienten zu spüren und müssen dem gewachsenen Beratungsbedarf gerecht werden.

„Es ist doch seltsam, dass die Krankenkassen noch nicht einmal vor einem Jahr ein Defizit von über 11 Milliarden Euro für dieses Jahr kommen sahen und jetzt im Geld schwimmen“, so Dr. Günther Hanke, Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg. Lediglich 2,5% der jährlichen GKV-Ausgaben entfallen auf Apotheken. Dem stehen 2,6% allein für die Mehrwertsteuer auf Arzneimittel und ganze 6,3% Bruttoverwaltungskosten der Krankenkassen gegenüber. Hanke: „Dass Krankenkassenvertreter und die Politik hier zunächst Einsparpotentiale bei den Apotheken sehen, grenzt an Frechheit.“


Über die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg

Die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg (LAK) ist die Berufsvertretung für mehr als 11.000 Apothekerinnen und Apotheker, die sowohl in öffentlichen Apotheken als auch in Krankenhäusern, in der Industrie, in der Verwaltung, in der Bundeswehr sowie in Forschung und Lehre tätig sind. Sie setzt sich dafür ein, dass der Apotheker-beruf als freier Heilberuf erhalten bleibt und die Arzneimittelversorgung über die Apo-theken weiter optimiert wird. Sie vertritt die Interessen ihrer Mitglieder durch Stellung-nahmen zur Gesundheitsgesetzgebung oder Aufklärungskampagnen. Darüber hinaus nimmt die LAK Aufgaben wahr wie Fort- und Weiterbildungen oder Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen.


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Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Villastraße 1, 70190 Stuttgart
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E-Mail stefan.moebius(at)lak-bw.de
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